Star Trek: Discovery – Eine Zwischenbilanz

Diser Artikel enthält minimale Spoiler zu den bisher ausgestrahlten Episoden der Serie.

Kaum etwas versinnbildlicht die innere Zerrissenheit von Star Trek: Discovery besser als die Musik der Titelsequenz der Serie. Sie beginnt in sanften Klängen mit einer Reminiszenz an das Intro der originalen Star Trek Serie aus den 60ern, um anschließend zu einem generischen, von Streichern dominierten Stück zeitgenössischer Titelmelodien anzuschwellen, das am Ende wiederum abrupt zu dem klassischen Star Trek Thema schlechthin wechselt. Visuell ist das Ganze untermalt von hübsch anzuschauenden, aber etwas belanglos daherkommenden Animationen, die Neuinterpretationen ikonischer Requisiten darstellen, wie sie in Discovery zum Einsatz kommen.

Die Titelsequenz ist nicht per se schlecht. Tatsächlich wirkt sie aufwendig produziert und ist auch nett anzuhören. Allerdings lassen einen die kaum vereinbaren Widersprüche zwischen den zeitgenössischen Musikelementen und den altbekannten Melodien der klassischen Serie immer wieder überrascht aufhorchen, wodurch es schwerfällt, sich auf das Musikstück als Ganzes einzulassen. Fast wirkt es, als sei hier der Versuch unternommen worden, etwas miteinander zu vereinen, was einfach nicht zueinander passen will.

Genau dieses Gefühl ist es auch, das beim Ansehen der einzelnen Episoden von Discovery dominiert. Star Trek: Discovery – Eine Zwischenbilanz weiterlesen

Doctor Who: Staffel 10 – Teil 1 (Rezension)

Spoilerwarnung: Dieser Artikel verrät Handlungselemente der gesamten 10. Staffel von Doctor Who.

Nachdem die 10. Staffel (und Peter Capaldis letzte) von Doctor Who kürzlich zu ihrem Ende gekommen ist, ist es an der Zeit, die Staffel noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Konnten Bill und Nardole als neue Begleiter überzeugen? Hat Steven Moffat in seiner letzten Staffel als Headwriter noch eimmal alle Register gezogen? Und ist Staffel 10 eine würdige Abschiedsveranstaltung für Peter Capaldi, der nach dem kommenden Weihnachtsspecial die Rolle des Doctors an den Haken hängt?

Doch gehen wir die Folgen doch zunächst noch einmal der Reihe nach durch, ehe wir zu einem Fazit kommen. Doctor Who: Staffel 10 – Teil 1 (Rezension) weiterlesen

Aktuell: Ducktales Remake

Noch in diesem Jahr erscheint das Temake einer meiner Lieblingsserien, die ich in meinerKindheit hatte: Ducktales. Nachdem nun erste Szenen, das offizielle neue intro und ein Trailer erschienen sind, lohnt es sich das Remake einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Neben dem neuen, sicher etwas gewöhnungsbedürftigen Zeichenstil, zeigen sich auch diverse inhaltliche Unterschiede zur Serienvorlage. Zum einen wäre da die starke Präsenz von Donald, der in der Originalserie eher ein wiederkehrender Gastcharakter war, der nur ab und an in Entenhausen vorbeischaute, in der neuen Serie aber zur festen Hauptfigurenriege zu gehören scheint. Zum anderen gibt es da diverse neue Charakterinterpretationen. Aktuell: Ducktales Remake weiterlesen

Guardians of the Galaxy: Volume 2 – Filmkritik

Im Grunde könnte man die Rezension vom zweiten Teil der Guardians of the Galaxy Reihe recht kurz halten: Alle, die Teil 1 mochten, werden Teil 2 höchstwahrscheinlich auch lieben. Man merkt beiden Filmen an, dass sie aus einem Guss sind. Dass mit James Gunn hinter beiden derselbe Regisseur, Drehbuchautor und kreative Kopf steckt. Zusammen mit dem dem dritteln Teil der Reihe, der bereits fet geplant ist und ebenfalls von Gunn inszeniert werden wird, dürfte die Geschichte um Peter Quill und seine Gefährten dann in einigen Jahren einen (hoffentlich) runden Abschluss finden.

Eine ausgiebige Rezension folgt hier in Kürze.

Kurz vorgestellt: Better Call Saul

Hinweis: Die Rubrik „Kurz Vorgestellt“ verzichtet auf jegliche Spoiler zur Handlung der beleuchteten Serie. Es werden lediglich die Prämisse der Serie sowie deren Qualität beschrieben. 

Worum geht es?

Vor seinen Tagen als zwielichtiger Anwalt in Breaking Bad hieß Saul Goodman noch Jimmy McGill. Better Call Saul erzählt nicht nur, wie aus dem liebenswerten, aber erfolgslosen Jimmy der ruchlose Anwalt von Drogenboss Walter White werden konnte, sondern auch wie Jimmys gelegentlicher Partner in Crime Mike Ehrmantraut zu dem eiskalten Profikiller wurde, als den man ihn in Breaking Bad kennenlernte. An Jimmys Seite stehen dabei sein großer Bruder Chuck, Partner einer erfolgreichen Anwaltskanzlei, der unter einer skurrilen „Elektrizitätsallergie“ leidet, sowie Kim Wexler, gute Freundin, Love-Interest und manifestiertes Gewissen von Jimmy. Kurz vorgestellt: Better Call Saul weiterlesen

Aktuell: Star Trek: Discovery – Serienbeginn erneut verschoben

Und einmal mehr müssen sich Star Trek Fans noch etwas länger in Geduld üben. Wie CBS Chairman Les Moonves auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference bekannt gab, wird die Veröffentlichung von Star Trek: Discovery wieder einmal um einige Monate nach hinten verschoben. Moonves sagte dazu:

Star Trek’ is going to [come] sometime later in the year; late summer, early fall, we’re looking at, probably, right now.

The good news about All Access is [that] it’s important to get it right. ‘Star Trek’ is the family jewels; we’re not going to rush it in a lot of post-production – but I’m very confident in what I’ve seen so far.

We’re full into production; I’ve seen a little bit of it, and I’m very excited.

Ursprünglich sollte das Flaggschiff des neuen Streaming Portals von CBS einmal Anfang 2017 starten. Später wurde das Premierndatum dann ins Frühjahr korrigiert. Jetzt also Herbst.

Was bedeuten diese Verzögerungen nun für die Serie? Aktuell: Star Trek: Discovery – Serienbeginn erneut verschoben weiterlesen

Aktuell: Peter Capaldi verlässt „Doctor Who“

Wie Peter Capaldi am Montag Abend in der „Jo Whiley’s BBC Radio 2 Show“ bekannt gab, wird er Doctor Who Ende 2017 verlassen. Damit bleiben den Fans nur noch die kommende 12 Episoden umfassende Staffel sowie das alljährliche Weihnachtsspecial, um Capaldis Interpretation des Doctors zu genießen.

Gänzlich überraschend kommt dieser Abschied indes nicht. Schließlich ist bereits seit längerem bekannt, das nach diesem Jahr auch Steven Moffat, seit 2010 ausführender Produzent und Hauptautor der Serie, die Show verlassen wird. Broadchurch-Macher Chris Chibnall, der dann 2018 das Ruder der Serie übernimmt, wird also eine komplette Neuinterpretation nicht nur der Serie, sondern auch der Figur des Doctors möglich sein. Aktuell: Peter Capaldi verlässt „Doctor Who“ weiterlesen

Kurz vorgestellt: Westworld (Staffel 1)

Da Westworld noch nicht in deutscher Sprache erschienen ist, verzichtet diese Rezension auf Spoiler. Wer im Vorfeld allerdings gar nichts über die Prämisse der Serie wissen will, dem wird angeraten, diesen Artikel nicht zu lesen.

Mit Westworld stand für den produzierenden Sender HBO viel auf dem Spiel. War HBO in den 2000ern noch Spitzenreiter was qualitativ hochwertige Dramaserien anging, die sowohl bei Publikum als auch bei Kritikern beliebt waren (Die Sopranos, The Wire, Deadwood, um nur drei zu nennen), hat sich dies in den vergangenen Jahren drastisch geändert. Mit dem Erstarken von Konkurrenzssendern wie FX, AMC oder STARZ und nicht zuletzt dem Streaming Giganten Netflix gab es plötzlich eine wahre Unmenge aufwendig produzierter neuer Dramaserien, die von Qualität und Anspruch her oftmals die hohe Messlatte erreichten, die HBO stets von den traditionellenNetworks wie ABC, NBC oder CBS abgehoben hatte.

Schlimmer noch: Nach dem Ende von Boardwalk Empire fehlten HBO Serien, welche die entstandenen Lücken schließen konnten. True Detective manövrierte sich mit einer miserablen zweiten Staffel selber ins Aus, The Leftovers kam zwar bei den Kritikern an, wurde allerdings nie zum Publikumsliebling, und Vinyl, einer der großen Hoffnungsträger des Senders, blieb der Erfolg bei Kritiken und Publikum gleichermaßen verwehrt. Als einziger Lichtblick blieb Game of Thrones, ein gigantischer internationaler Erfolg und Publikumsmagnet ohne Zweifel, aber kaum genug um Abonnenten des Senders 12 Monate im Jahr an sich zu binden – und zudem nur noch zwei Jahre von seinem unwiderruflichen Ende entfernt.
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Rogue One – A Star Wars Story (Filmkritik)

Spoilerwarnung: Diese Rezension verzichtet soweit möglich auf Spoiler zum Film. Es werden keine großen Handlungswendungen oder Charakterschicksale vorweggenommen. Wer allerdings völlig unwissend in den Film gehen will, sollte diesen Artikel erst nach Genuss des Films lesen.

Wieso war das Imperium so dumm, mit dem Todesstern eine nahezu allmächtige Kampfstation zu bauen, die sich derart einfach von einem einzelnen Piloten vernichten lässt?

Diese Frage beschäftigt Star Wars Fans wohl seit der Uraufführung des ersten „Krieg der Sterne“ Abenteuers 1977. Als Zuschauer konnte man diesen Umstand einfach als filmische Metapher für die Überheblichkeit des Imperiums und seiner Ignoranz der Stärke Einzelner gegenüber abtun. Rogue One, der erste „Stand Alone“ Kinofilm des Star Wars Universums, widmet sich dieser Frage nun erstmals auf einer direkteren Ebene – und findet eine nicht nur plausible, sondern überdies äußerst befriedigende Antwort. Geschichtlich unmittelbar vor Episode IV angesiedelt, dreht sich der gesamte Film in gewisser Weise um die Frage nach jenem Warum – und um die Konsequenzen, die aus der Antwort darauf resultieren. Tatsächlich fungiert die Antwort des Films auf besagte Frage sogar als Auslöser, nicht nur für den Showdown von Rogue One, sondern für die gesamte Handlung von Episode IV. Rogue One – A Star Wars Story (Filmkritik) weiterlesen

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